Mehr Naturschutz in Goldbach

In der Gemeinderatssitzung am 11.09.2020 wurde der Antrag der Grünen Fraktion zur Steigerung der Artenvielfalt und einer insektenfreundlicheren Grünpflege behandelt.  

Wir stellten den Antrag vor dem Hintergrund, dass auch in Goldbach der Insektenschwund immer dramatischere Ausmaße annimmt. Denn es geht nicht nur um die Imker-Biene. 

Hier unsere Forderungen:

  1. Die Marktgemeinde Goldbach setzt sich bei der Neuanlage oder Umgestaltung von gemeindlichen Grünflächen konkrete Vorgaben zur insektenfreundlichen Gestaltung.
    Dies bedeutet zum Beispiel das Anlegen von insektenfreundlichen Wiesen, lang blühende Bäume und Gehölze oder Elemente wie Feldhecken und Steinhaufen.
  2. Die Marktgemeinde Goldbach passt die Pflege für öffentliche Grünflächen der Insektenfreundlichkeit an (z.B. Mahdturnus, Verwendung von speziellem Saatgut). Das Mähen großer Grünflächen erfolgt so, dass mehr biologische Vielfalt ermöglicht wird. Dies kann z.B. durch Teilmahd erfolgen, damit Insekten, wenn gemäht wird, jeweils auf andere Flächen ausweichen können.
  3. Da Blühstreifen an den Äckern für den Insektenschutz auch wichtig sind, wird die Bürgermeisterin gebeten, mit den Goldbacher Landwirten in Kontakt zu treten und sie für dieses Thema zu sensibilisieren. 
  4. Die Marktgemeinde geht in die Selbstverpflichtung und schließt sich der Initiative „Der Landkreis Aschaffenburg summt“ an, um den Landwirten und anderen Gemeinden als Vorbild zu dienen. Die Vereinbarung „Der Landkreis Aschaffenburg summt“ legen wir diesem Antrag zur Kenntnis bei. 

Die Rätinnen und Räte der anderen Fraktionen begrüßten unseren Vorschlag weitgehend. Nur über Punkt 4 entbrannte eine Diskussion, die leider bei vielen Aussagen vermuten ließ, dass es sich um falsche Annahmen handelte. Trotz unserer guten Argumente, der Initiative „Der Landkreis summt“ beizutreten, konnten wir die anderen Rät*innen nicht überzeugen. Dieser wurde dann mit 7:13 abgelehnt. 

Wir halten es für sehr bedauerlich. Der Initiative „Der Landkreis summt“ sind rund um Aschaffenburg bereits 14 von 32 Gemeinden beigetreten. Wir Grünen in Goldbach finden es mehr als bedauerlich, dass man sich als solch große Gemeinde einer guten Sache für den Naturschutz und der Artenvielfalt verschließt. Wir versprechen, wir bleiben dran!

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